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Februar 2015
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I DUE FIGARO
ossia il soggetto di una commedia

 

Opera buffa von Michele Carafa (1787–1872)

 

Die 1820 komponierte komische Oper erzählt gewissermassen die Fortsetzung der beiden ersten Teile der berühmten Trilogie über Figaro, die jeweils die Grundlage für die entsprechenden Opern lieferten: «Il barbiere di Siviglia» (Paisiello und Rossini) und «Le nozze di Figaro» (Mozart). Allerdings spielt das Stück rund 10 Jahre später als diese, und es basiert auch nicht auf Beaumarchais, sondern auf einer erst 1790 entstandenen Komödie von Richaud-Martelly bzw. deren Umformung zum Operntext durch den bekannten Librettisten Felice Romani. Der Elan der Revolution ist verpufft, die Protagonisten sind älter und desillusioniert geworden, die Ehen Almaviva-Rosina und Figaro-Susanna in Schieflage geraten. Thema ist ein erneutes Kräftemessen zwischen Figaro und dem Grafen, wobei es bereits um die nächste Generation geht: um Almavivas inzwischen erwachsene Tocher Inez und deren Liebschaft mit dem aus dem Militär heimgekehrten Cherubino, die – nach den eisernen Gesetzen der Buffa – sich nach den üblichen Widerständen doch noch kriegen. Das Werk bietet eine Fülle von witzigen, höchst musikalischen Ensembleszenen, wie sie mittlerweile das Markenzeichen der Free Opera Company sind.

 

Es konnte wiederum ein junges Ensemble verpflichtet werden, das unter dem Dirigenten Emmanuel Siffert aus Freiburg i. Ue. zusammen mit dem Chamber Aartistsund seinem Konzertmeister Markus Fleck diese spritzige Musikkomödie zur Aufführung bringt. Regie führt Bruno Rauch. Wie die vergangenen neun Produktionen begeistert auch diese Schweizer Erstaufführung nicht nur eingefleischte Melomanen, sie spricht auch ein Publikum an, das mit der Oper weniger vertraut ist.

 

Wie immer achtet die Free Opera Company bei der Auswahl der Werke auf inhaltliche Originalität, musikalische Qualität und ausgeprägten Ensemble-Charakter, was Agilität und Gehör der jugendlichen Sänger positiv fördert. Ebenso stehen im Zentrum die Musizierlust und die Spielfreude; der Aufwand an Kulissen und Kostümen hält sich in den gewohnt engen Grenzen und wird durch die Intensität und Spontaneität des jungen Ensembles wettgemacht.

 

Premiere war am 23. Februar 2014 im Theater Rigiblick. Stimmen aus dem Publikum und Medienechos finden Sie hier.